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Mittagessen mit die Kielers: W4 längsseits PvD
Eigentlich sind wir hier ja „nur“ die Überführungscrew, Ziel: Warnemünde, direkter Weg. Wir frühstücken auf dem Nord-Ostsee-Kanal, laufen auf die Schleuse Holtenau zu, übernehmen dort brandneue Seekarten für die Ostsee und holen den Übersegler mit dem Kiel-Ostsee-Weg rund Fehmarn raus. Aber wenn man schon mal hier und der halbe Vorstand an Bord ist kann man doch nicht einfach vorbeifahren! Auf Blatt 1 unserer neuen Sportbootkarten, Detailkarte „Kieler Förde“, sind es nur wenige Zentimeter bis zum Vereinssteg des Kieler ASV...
Pünktlich zum Mittagessen steht das Walross an der Kiellinie, dreht einen Kringel und schiebt sich dann mit der Bugspitze passgenau zwischen Dalben und den Peter von Danzig, das Seeschiff des Kieler ASV. Die Battleflags sind leider schon in Cuxhaven von Bord gegangen, aber 19 Gastlandflaggen sind ja auch nicht schlecht – man (er-)kennt uns ;-) Und da die Kieler sich täglich zum Mittagessen in der nahen Mensa treffen steht der nächste Programmpunkt auch gleich fest: Lasagne (fast) in ASV-Farben.
Danach doppelte Schiffsbesichtigung, mit vergleichenden Blicken vom Walross zum Peter und zurück. Trotz aller Unterschiede: Hier liegen zwei erprobte Seeschiffe, gebaut auf Basis ähnlicher Ideen und Prinzipien, beseelt vom gleichen Geist, und nicht zuletzt gezeichnet vom selben Konstrukteur. Der Peter wirkt etwas „schiffiger“ im klassischen Sinne, das Walross moderner und schneller – wie sich beide im direkten Vergleich machen, wird sich Mitte August beim ASV-Cup zum hundertjährigen Jubiläum der Kieler zeigen.
Kurz vor drei nehmen wir noch einen Kasten Flens an Bord, dann heisst es „Leinen los“, und im Rückwärtsgang zieht das Walross vom ASV-Steg ab. Die Vuvuzela röhrt, der Peter lässt zum Abschied sein Nebelhorn erklingen, und unter Winken von beiden Seiten setzen wir Kurs auf Kiel Leuchtturm ab. Unter Groß und Code 0, später unter Genua laufen wir bei Nordwest um 4 auf die Nordspitze Fehmarns zu und lassen das Walross nach 50.000 Meilen auf Atlantik und Pazifik erstmals so richtig Ostseewasser schmecken. Und endlich heisst es auch wieder richtig (Lied 67): „Wo de OSTSEEwellen trekken an den Strand (...), dor is mine Heimat, da bünn ick to Hus.“
In diesem Sinne grüßt das Walross
und die erste Walross-Ostsee-Crew



