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Datum: 19.11.2008 11:00 Uhr UTC
Heute morgen haben wir unsere schöne Ankerbucht wie immer in aller Frühe um 7 Uhr verlassen und Kurs auf Townsville gesetzt. Leider haben wir in der letzten Nacht keine Haie gesehen, obwohl uns die Locals auf der Insel vor der wir ankerten berichteten, dass sie jede Nacht in diese Bucht zum großen Fressen kommen würden. Gut so was zu wissen....es wäre sonst vielleicht der ein oder andere noch zur Abkühlung ins nicht ganz so warme Nass gesprungen.
Statt der Haie kam in der Nacht aber der Wind, der bis zum Morgen durchhielt. Leider zusammen mit schlechtem Wetter. Völlig bedeckter Himmel und recht ausgeprägte Regenschauer begleiteten uns fast den ganzen Tag. Das war dem ein oder andern sogar ganz recht. Einige Crewmitglieder freuen sich doch sehr über Süßwasser zum Duschen. Außerdem knallte dafür endlich mal die Sonne nicht so stark vom Himmel.
Was wir am Wetter allerdings am meisten genossen war die Windrichtung. Sie ermöglichte uns über Stunden einen super Spikurs und wir konnten den Aussies endlich mal unseren Bären zeigen, der uns dank Regenböen auf schöne 12 kn beschleunigte.
Leider ist es jetzt schon wieder dunkel und wie jeder guter Wind ging auch unserer pünktlich zum Sonnenuntergang schlafen. Wir freuen uns über die langsame Fahrt die wir trotzdem noch machen, denn endlich endlich müssen wir uns mal nicht beeilen. Wir genießen ein tolles Abendessen gekocht von unserer Schifferin und planen morgen Früh in Townsville die frischen Brötchen vom Bäcker zu holen.
Es grüßt die W4 Crew Hauteng und den ganzen Körper bedeckend!
Datum: 18.11.2008 07:30 Uhr UTC
Seit heute sind wir nun "auf hoher See". Am 15.11. haben wir unser Schiff übernommen und uns schifflich eingerichtet.
Einige Crewmitglieder aus der Vorcrew sind auf dem Walross geblieben und hatten am Sonntag einen Landausflug geplant.
Zwei von der neuen Crew haben sich angeschlossen. Es ging nach Norden in Richtung Port Douglas. Der erste Stopp war an einem kleinen Creek, wo wir von einer schwankenden Hängebrücke aus im grünlichen Regenwald-Wasser die Fische zwischen riesigen Felsbrocken beobachten konnten.
Dann ging es weiter zum nächsten Halt. Dort wartete eine Daintree-Flussfahrt auf uns. Die versprochenen Krokodile versteckten sich in den Mangrovenwäldern, weil es in diesem Jahr zu trocken sei. So meinte jedenfalls der Guide! Wir sahen nur zwei sich versteckende perfekt angepasste Vögel. Aber das folgende gute Essen entschädigte uns. Es gab Baramundi mit landestypischen Früchten garniert.
Zum Essen hörten wir einen Vortrag über die wichtigsten australischen Frücht, wo sie wachsen, wie sie schmecken und welche Speisen damit zubereitet werden. In Port Douglas besuchten wir ein Rainforest Habitat. Dort gab es das zu sehen, was sich in freier Wildbahn so rar gemacht hatte: Koalas, Krokodile, Känguruhs und eine Menge Vögel in allen Farben und Größen! Ein Spaziergang in Port Douglas rundete den Tag ab.
Die drei "Youngster" hatten sich einen 4WD-pick-up gemietet und machten einen Zweitagesausflug ins Outback.
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Montag führten wie die notwenigen Reparaturen durch, eine Segellatte des Großsegels wurde ausgetauscht, ...
Abends haben wir zusammen mit der Vorcrew gegrillt. An der Promenade mitten in Cairns gibt eine große Wiese mit Lagunen-Pool und Gasgrills zum öffentlichen Gebrauch. Unser standesgemäßes Dinner bestand aus Salat, Gemüse und Fleisch vom Känguruh, Strauss, Lamm und Schwein, von den Grillmastern köstlich zubereitet!
Wir haben für unsere Crew drei Spezialanzüge zum Baden gekauft. Es gibt hier nicht nur Salzwasserkrokodile, sondern auch den Jellyfisch, eine Qualle, die sehr giftige Tentakeln besitzt: Einheimische Australier rieten uns, im Reef nur in diesen Lycra-Anzügen zu baden. Sie haben eine Haube für den Kopf und einen Schutz für Hände und Füße.
Nach einer letzten komfortablen Dusche in der Marina sind wir um 9:30 Uhr bei schwachem Wind ausgelaufen.
Auf dem Programm stand heute als Übung für den Notfall das Boje-über-Bord-Manöver. Wir haben eine Boje aus einer alten Schwimmweste, einer Bambusstange zum vereinfachten Bergen an Deck und einer leeren Drambuie-Flasche gebastelt.Im wahren Sinn des Wortes eine perfekte Boje!
Die über Bord geworfene Boje konnte jedesmal gleich wieder gefischt werden, was nicht nur der Professionalität der Crew, sondern auch den nur leichten Wind zu verdanken war!
Darüber war es früher Nachmittag geworden. Um 18:00 Uhr Ortszeit wird es dunkel, also suchten wir uns ein schönes Plätzchen zum Ankern und Schwimmen. Die leuchtend blauen Anzüge machen ein krasses Styling: hauteng und den ganzen Körper bedeckend!
Drei von uns kommen gerade vom Schnorcheln zurück, ein Teil macht einen Landausflug mit dem Beiboot und der Rest der Crew schiebt Ankerwache und schlägt die reparierte G3 an...
Mal sehen, wie der Menüvorschlag für den heutigen Abend aussieht !?!
Bis demnächst,
die W4-Crew Zivilisation!!!
Datum: 11.11.2008 12:30 Uhr UTC
Heute morgen um 6 Uhr war es endlich soweit. Walross ist nach einem tollen Ritt über die Coral Sea in Cairns angekommen! Nachdem wir uns gestern über ein tolles Etmal von 197 nm freuten, sausten wir in der Nacht bei Vollmond und halben Wind mit schönen 11 kn durch das Great Barrier Reef. Sagenhaft! Ein unglaublich tolles Gefühl, mit so einem Schiff hier bei solchen Bedingungen zu segeln!
Die Ansteuerung auf Cairns glich einer wahren Landebahn. Ein schnurgerades Fahrwasser mit unglaublich vielen Feuern leitete uns vorbei an Mangrovenwäldern sicher zur Marlin Marina. Die Offiziellen untersuchten das Boot sehr gründlich und einige Lebensmittel mussten dann doch dran glauben. Dem Schiffer rutschte das Herz nur einmal kurz in die Hose, als wir verneinten, irgendwelche Korallen und Muscheln an Bord zu haben, und kurz darauf das Kuschelwalross in seinem Glassarg herausgekramt wurde, aus dessen Ecke eine hübsche Koralle winkte. Aber das Walross durfte seine Möbel behalten.
Die Crew genießt derweilen die Zivilisation an Land. Es fällt uns nach den Eindrücken aus PNG noch etwas schwer, wieder das volle westliche Leben zu leben. Irgendwie war es schon ein bischen eine Reise zwischen zwei Welten. Nun freuen wir uns auf ein paar Tage in Cairns, mit Shoppen, Fleisch, email und natürlich auch ein bisschen arbeiten.
Es grüßt die glückliche Walross Crew! Coral Sea
Datum: 09.11.2008 12:30 Uhr UTC
"Reise, Reise dein Hobby ruft!", schallt es auch heute wieder duch den Pumakäfig der Vorschiffsratten, und eine etwas verschlafene Wache macht sich daran, ihren Beitrag zum heutigen Tag zu liefern.
War das Aufstehen in der letzten Zeit doch häufig etwas langsamer, denn man wusste ja fast schon was einen erwartete, so springt die neue Wache jetzt fast freudig aus ihren Kojen, denn es darf wieder kräftig gesegelt werden. Eine schöne Backstagsbrise weht mit 15 bis 20 kn und verhilft uns zu schönen 8-9 kn im Schnitt. Mal sehen, was am Ende des Tages dabei so herraus kommt.
Auf jeden Fall sind wir im Moment sogar etwas zu schnell, denn wir können nur bei Tageslicht durch das Great Barrier Reef segeln, das schlecht befeuert ist. Laut den ersten Hochrechnungen würden wir bei unserer jetzigen Geschwindigkeit vor Sonnenaufgang dort sein. Wir überlegen also noch einen kurzen Abstecher zu einem kleinen Atoll ca. 70 nm vor dem Great Reef zu machen, wenn der Wind so durchstehen sollte.
Ansonsten sind alle wohlauf und freuen sich schon auf Australien.
Es grüßt die segel- und etwas speedsüchtige Walrosscrew!
Luke Samarai Island
Datum: 08.11.2008 10:30 Uhr UTC
Der heutige Tag fing für die Vormittagswache diesmal etwas früher an. Schon um 05.20 wurde geweckt, was durchaus den ein oder anderen missmutigen Kommentar der Betroffenen nach sich zog. Der Grund war, dass es plötzlich stark aufgefrischt hatte und die Passage der Goschen Strait anstand. Diese Meeresenge war bisher eine der engsten Stellen, die wir durchqueren mussten, und wurde am Nachmittag nur noch von der China Strait getoppt. Riffs auf beiden Seiten, die man aber nicht sehen konnte, und nur wenige Markierungen, die es trotz GPS und elektronischer Seekarte gründlichzu peilen galt, versprachen Spaß und Spannung.
Um genug Zeit zu haben, die Peilungen vorzunehmen, steckten wir kurz vorher noch vorsorglich ein Reff, um nicht zu schnell zu sein. Nebenbei musste auch noch das Frühstück gemacht werden, denn ein leerer Bauch navigiert nicht gern. Arbeit also für die ganze Mannschaft. Die Passage verlief dann wie geplant glatt und ohne unerwartete Ereignisse. Wir rauschten trotz Reff mit 7-8 kn über Grund durch die Meeresenge.
Am Nachmittag mussten wir für die Passage der noch engeren China Strait dann aber doch noch unseren Motor bemühen. Eine starke Strömung brachte das Wasser zum Brodeln. Ein toller Anblick, aber ein etwas merkwürdiges Gefühl am Rohr. Zum Glück verlief auch hier alles ohne Probleme und wir genossen die Fahrt hindurch zwischen Sandstränden und Palmen.
Kurz bevor wir PNG verließen, statteten wir der kleinen Insel Samarai aber noch einen Besuch ab, um Diesel zu bunkern für die Überfahrt nach Australien. Die Insel war wie so viele hier ein kleines Paradies. Wir konnten sie zu Fuß in einer halben Stunde umrunden und waren begeistert von der Natur. Wie fast nicht anders zu erwarten, waren die Leute erneut sehr freundlich, und so konnten wir die Angelegenheit mit dem Diesel sehr schnell und unkompliziert erledigen. Was uns allerdings verwunderte, waren die hohen Liegegebühren, die wir hätten zahlen müssen, wären wir über Nacht an der doch schon sehr verfallenen Pier geblieben. Die Nacht hätte uns umgerechnet fast 80 Euro gekostet! Da wir aber sowieso weiter mussten, um die letzten Riffs noch vor der Dunkelheit zu umschiffen, hatten wir auch damit kein Problem.
Nun liegt PNG schon fast 20 nm hinter uns und wir sind voller Vorfreude auf Australien. PNG war eine tolle Erfahrung und so schnell wird man in diesen wunderschönen Gewässern auch nicht wieder segeln ..... äh pardon motoren! Also, auf zu neuen Ufern und das, wie es aussieht, zur Abwechslung mal vielleicht komplett unter Segeln!
Es grüßt die Palau-Australien Crew! Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52
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